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Trainings - Tagebuch - Pauli

   Sind das nicht Fortschritte ?  Anfang nur durch Gitter getrennt, heute glücklich  beim Baumklettern
 und jetzt habe ich den ersten Freund !!!!!!   

 Mit diesem Tagebuch möchte ich einmal darstellen, dass es möglich ist,  durch menschliches Versagen verstörten, misstrauischen und ängstlichen Hunden
 wieder Vertrauen in Menschen zu geben und ihnen Lebensqualität und damit dann auch wieder Chancen für ein neues, gutes Zuhause zu schenken.Viel zu
 häufig wird, leider auch manchmal in Tierheimen, entschieden: Euthanasie* ....würden Sie das bei diesem Hund unterschreiben ???
Man sollte lieber einmal darüber nachdenken, wie mit diesem Hund umgegangen wurde, um so zu werden ? 

 
*P.S. Euthanasie ist Tötung , oft nett Einschläferung genannt, was bei schwer kranken Tieren sicher zutreffen kann. 
 Wer schon einmal bei einer Euthanasie eines tendenziell gesunden, nur leider aggressiven Hundes anwesend war, wird dieses nie wieder vergessen...denn die Hunde hängen am
 Leben und wehren sich massiv....ich nenne so etwas MORD  und werde mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln und meinem heutigen Wissen dagegen wehren.

 

Fortsetzung immer hier.....   zum Anfang bitte runter scrollen....Datum aufsteigend   

16.10.2010 19:30 Uhr  Habe soeben Anruf erhalten: Pauli steht schon in seinem neuen Zuhause an der Küchentür und ist weit davon entfernt, irgendwen überhaupt beißen zu wollen. Kontakt mit den anderen Hunden gab es auch schon und auch kleine Meinungsverschiedenheiten...ich halte diese aber für normal, die anderen Hunde werde ihm ein wenig zeigen wollen, wo es lang geht.
In 14 Tagen werde ich ihn besuchen und Euch wissen lassen, wie es ihm geht.
Wir bedanken uns bei allen, die an seiner Entwicklung Interesse gezeigt haben...

16.10.2010 Pauli durfte heute das Tierheim verlassen. Er ist auf einen Hof gekommen, auf dem mehrere Hunde leben und er hat zu dem Besitzer erstaunlich schnell Kontakt bekommen. Dieser hat sofort erkannt, dass der Hund nur unsicher ist und hat ihn spontan vor 3 Tagen lieb gewonnen. Er findet, dass Pauli ein Schatz ist (ganz meine Meinung!!) und er wollte ihn schnellstmöglich aufnehmen, damit er aus dem TH herauskommt, wo man immer noch denkt, er sei unberechenbar (völlig unverständlich ! ).
Ich bin so froh für "meinen" Pauli und wünsche ihm alles Glück der Welt. Endlich nicht mehr Einzelhaft...
Es ist ein ganz mulmiges Gefühl, mein schwarzes Teufelchen im Auto vor mir herfahren zu sehen (sein neuer Besitzer hatte im Auto einen Teller mit Fleischpflanzln und Wienerle deponiert als Einstandsgeschenk!!! TOLL !!!) und zu wissen, dass er aus meinem Einflussbereich hinaus kommt...aber natürlich hat er es dort besser....(gut dass wir das Auto-Einsteigen so gut geübt haben...somit ist er ziemlich furchtlos)

(25.09.2010 In mehreren Spaziergängen hat Pauli gelernt, inzwischen ganz viele Autos an sich vorbeifahren zu lassen, ohne vorzupreschen. Radfahrer und Jogger sind ebenfalls nicht mehr Brennpunkte, sondern eher interessante Abwechslung zum Anschauen. Er wird immer ruhiger und hat inzwischen auch einen Freund gefunden. Hundekontakte werden sehr freundlich behandelt. Auch die ersten Übung für die Motorik und sein Selbstbewusstsein - Klettern über Baumstämme - machen ihm sehr viel Spaß

02.09.2010 An den Problemen mit Autos und Straßenverkehr arbeiten wir jetzt verstärkt, indem wir immer weiter in die Stadt vordringen, zunächst noch mit dem nötigen Sicherheitsabstand, den er unbedingt braucht. Aber mittlerweile haben wir es geschafft, schon den Parkplatz von Aldi zu erreichen

23.08.2010 Habe für heute ein Foto versprochen....es gibt einige, die ich schön finde, aber ich glaube, das Schönste ist, dass Pauli es erstmals geschafft hat, sich während eines Spazierganges hinzulegen und wirklich kurz zu ruhen und zu genießen. Für einen Hund, der bisher immer unter Spannung stand, ist das eine hinreißende Entwicklung. (Bild rechts)

 

22.08.2010  Schon vor dem Spaziergang konnten wir heute das Geschirr anlegen, worüber ich natürlich sehr, sehr  froh bin - die negativen Seiten eines Halsbandes waren mir immer vor Augen und sind ausreichend beschrieben - siehe unter  BRUSTGESCHIRR - WARUM ?
Und auch hier wieder die sofortige Koppelung: Pauli zieht nicht mehr an der Leine - wieder einmal ein Beweis gegen die sich hartnäckig haltende These, dass ein Hund am Geschirr nicht lernt, an der Leine zu gehen. Ich kenne etliche Fälle, wo es genau so wie bei Pauli ging - Geschirr dran, Zug weg.
Brauche unbedingt den Fotoapparat, denn diese blauen Wegwarte-Blüten und der schwarze Hund - zum Verlieben schön.
Morgen...versprochen

31.07.2010 Heute haben wir wieder einen sehr schönen Fortschritt gemacht. Es war mir heute möglich, Pauli zum Anlegen eines Brustgeschirres zu bewegen. Pauli ist inzwischen imstande, sich von mir beinahe überall anfassen zu lassen und genießt Streicheleinheiten mal mehr, mal weniger, aber es gibt keinerlei Abwehr mehr. Wenn er mir zeigt, dass er nicht mehr möchte, bedränge ich ihn nicht...dafür kommt er meist in wenigen Augenblicken wieder , schiebt seinen Kopf in meine Hand oder unter den Arm oder legt den Kopf an meinen Oberschenkel und dann bleiben wir stehen und kuscheln wieder ein bisschen. Er genießt auch sehr eine schöne, nicht zu lange Rückenmassage oder ein paar Sequenzen TTouches nach Tellington.
Das Geschirr habe ich heute zum Spaziergang nur mitgenommen, habe die Schnallen immer laut geöffnet und geschlossen, bis der Klick nichts mehr ausmachte, danach wurde Pauli von mir immer für Interesse an dem Ding belohnt, kurz darauf konnte er schon den Kopf durchstecken (das haben wir so 7-8mal gemacht) und dann nach einer Pause das ganze Geschirr geschlossen und ihn dann ganz furchtbar gefeiert....Er ist ein Held !!!

20.07.2010 Die große Hitze hat leider unsere Spaziergänge sehr minimiert, deshalb haben wir nur einige wenige zum Baden am Kanal genutzt.
Pauli mag die Hitze nicht - ebenso wenig wie ich...aber wir werden weitermachen, sobald es wieder kühler ist.


30.06.2010
Das Vertrauen von Pauli in andere Menschen wächst deutlich und das Einsteigen ins Auto wird immer besser.
Pauli hat schon Leckerlis aus der Hand einer Freundin geholt, sie unbefangen beschnüffelt und auch aus den Händen eines
10-jährigen mutigen Kindes. Da dieses ihn nicht bedrängt hat, ging das völlig unproblematisch. Sogar ein Spaziergang zu Dritt war schon möglich.
Das haben wir auf Video festgehalten und werden es am Hundestammtisch zeigen.

 

                                                                                        
 

23.06.2010 Inzwischen haben wir schon schöne Runden in der Zivilisation - sprich: in der Stadt - gedreht. Pauli ist sehr
freundlich gegenüber Menschen, die uns begegnen. Von einer Freundin nimmt er ohne Probleme auch Leckerlis und er hat mir
die Pfote drauf gegeben, dass sich das nie mehr ändern wird, wenn er gut behandelt wird.

Sicher fehlt noch ein bißchen Vertrauen in andere Menschen als mich, aber Pauli ist auf einem sehr guten Weg....wie man sieht
.

                                                                                 Versprochen.....  PFOTE DRAUF !

17.06.2010 Zwischenzeitlich klappt das Einsteigen ins Tierschutzauto schon ziemlich gut, noch haben wir aber keine geschlossene
Tür gehabt. Pauli hat ein Trauma in kleinen geschlossenen Räumen, da er lange nur so gehalten wurde. Also heißt es LANGSAM angehen...es wird schon.Aber heute haben wir dennoch wieder etwas
 BESONDERES  geschafft...unser erster Rundgang neben der Straße, vorbei an den ach so unheimlichen Autos, bei denen Pauli nie weiß, ob er davor flüchten oder sie beißen soll.
Er schafft es trotz totaler Aufregung, sich ein paar Leckerchen zu holen und hält sich "ganz fest an mir". Er vertraut mir so sehr, dass er tatsächlich sogar imstande ist, das ein oder andere Kommando zu befolgen und ich gewinne das Gefühl, dass ihm das sogar Sicherheit gibt.
Zur Belohnung machen wir noch einen Umweg durch ein schönes Waldstück, bevor wir ins Tierheim zurück gehen.
Dort stelle ich fest, dass Pauli auch Türen öffnen kann. Für neue Besitzer heißt das "Aufpassen ! Abschließen ! Drehknöpfe !

 

28.05.2010 Heute haben wir unseren ersten Versuch gestartet, in ein Auto einzusteigen. Gelobt sei Fleischpflanzl...für die arbeitet
 Pauli wie ein Uhrwerk...Bis zum Bauchnabel in den Kofferraum vom Tierheim-Auto...dann ganz lange Pfoten...und schwupp...war das
 Ding erobert und gefressen. Danach hat er angefangen, mit mir am  Kofferraum herumzualbern. Seine Bürstenstriche hat er sich heute schon selber geholt...er lernt
unglaublich schnell.

 

25.05.2010 Pauli kann schon ein sehr schönes "Bleib" - Kommando (siehe Handy-Foto rechts ) und lässt mich schon ein gutes Stück weggehen,
 ohne den
Platz zu verlassen.  Ich bin sehr stolz auf mein schwarzes Teufelchen !!!

23.05.2010 In der Zwischenzeit haben wir einige wunderbare Spaziergänge absolviert. Pauli kann inzwischen auch bei Ablenkung dem
Kommando "Sitz" folgen , Rückrufen ist sehr schön möglich.
Und wieder etwas Neues haben wir geschafft: Pauli hat sich heute mit einem Handschuh-Striegel für Pferde bürsten lassen. Bis vor wenigen
Tagen undenkbar. Anfangs ist das mehr "zufällig" geschehen, immer dann, wenn er an mir vorbei lief, im Laufe des Spazierganges  kam er dann schon sehr gezielt, um sich diese Form des Kontaktes "abzuholen". Er wird ein richtiger Schatz...

01.05.2010  Pauli freut sich sehr , mich nach 14 Tagen Abwesenheit wieder zu sehen. In der Zwischenzeit hat er sein Halsband abgestreift und zerlegt, so dass ein Neues angelegt werden muss. Leider ist er noch nicht geduldig genug, um sich ein Brustgeschirr umlegen zu lassen. Aber der Spaziergang selbst ist ausgesprochen ruhig und gelassen, er schnüffelt viel und nimmt sich wirklich viel Zeit.

April 2010  Wir machen schöne Spaziergänge, nach und nach bis zu  90 min , entspannt mit verschiedenen Kuschelsequenzen, die immer länger sein dürfen und auch Berührungen unter dem Hals oder Bauch zulassen. Er nimmt Leckerlis und Rückrufübungen werden immer sicherer. Auch ist
er jetzt ruhig genug, um eine mäßige Leckerli-Suche  im Gras durchzuhalten. Raschelnde Blätter erschrecken ihn nicht mehr und ein kleines Changing-the-association-Programm an der Strasse lässt ihn auch Autos gegenüber langsam etwas ruhiger werden.

30.03.2010     Spaziergang heute erstmals wirklich ruhig, er scheint erstmals Zeit auch für seine Umwelt zu entwickeln. Zum ersten Male trinkt er aus dem Kanal,
den Weg an der Treppe erarbeitet er sich schrittweise selbst. Wir sind beide sehr stolz und Pauli wächst innerlich an der gelösten Aufgabe.

25.03.2010   Heute haben wir zum ersten Male den engen Gang im Tierheim miteinander durchschritten. Pauli meistert diese Enge hervorragend und ohne größere
Probleme. Er interessiert sich für alles und inspiziert Waschküche und Seitengänge neugierig, aber extrem vorsichtig.
Beim Spaziergang ängstigt er sich vor raschelnden Gräsern und Blättern, auch traut er sich nicht, die Treppen zum Kanal hinabzusteigen, um Wasser zu trinken.
Sehr aggressiv reagiert er auf Autos und Radfahrer, die er massiv verbellt.

22.03.2010   Super-Tag. ***   Pauli hat sich sein zerbissenes Brustgeschirr ohne Probleme abnehmen lassen, stattdessen habe ich ihm ein Halsband angelegt, weil
er das Handling für ein Geschirr noch nicht erträgt. Er hat teilweise noch extreme Ängste, verletzt zu werden. Insofern ist das Halsband erst einmal das geringere Übel,
soll aber natürlich schnellstmöglich ausgetauscht werden. (siehe auch unter
  BRUSTGESCHIRR - WARUM ? )
Er war neugierig, hektisch, aber ohne Aggression.
Pauli hat heute auch
zum ersten Male seinen Kopf unter meine Hand geschoben und direkt um Streicheleinheiten gebettelt. Nach wenigen Einheiten aber wieder Stress
und ich habe dann aufgehört. Nach dem Spaziergang aber noch einmal direkte Aufforderung zum Streicheln und hat sich dann einige wenige Male Kopf, Ohren und Rücken  streicheln lassen.
Ein Riesensprung für ihn !!

              
Der Sprung ist so groß, dass der Erfolg der TellingtonTouch-Sequenzen nicht von der Hand zu weisen ist. Großartig !

13.03.2010 Pauli ist noch müde durch die Medikamente, mit denen er postoperativ etwas ruhig gestellt wird, damit er nicht an der Wunde beißt. Normalerweise wird das
nicht gemacht, aber in diesem Falle ja, weil er so schlecht zu handeln ist und wir einfach vorsichtiger umgehen müssen. Wir nehmen ihm damit auch sehr viel Stress. Ich
 beruhige ihn durch meine Anwesenheit , und das ein oder andere Leckerli lässt ihn die OP dann etwas vergessen.

11.03.2010  Heute Kastrationstermin  , Medikament zur Sedierung (Beruhigung) wirkt so gut wie gar nicht, so dass das Einbringen der Narkosespritze nur unter
großen Schwierigkeiten stattfindet. Die OP verläuft gut, in der Narkosephase werden noch Zähne untersucht und Blutbild, auch Schilddrüsenuntersuchung gemacht.
Außerdem lege ich ihm ein Brustgeschirr an in der Hoffnung, dass wir in Zukunft auf das Halsband verzichten können.
Während des Tages nutze ich die Narkose - und Aufwachphase für einige Einheiten Tellington-Touch .Diese Form der Berührungen beeinflusst das Empfinden und
Verhalten, so dass ich mir vorstelle und wünsche, dass er jetzt lernt, dass Berührungen grundsätzlich positiv sind. Bin neugierig, ob das so wirkt, weil ich mir nicht sicher bin,
ob er es überhaupt schon wahrnimmt.

09.03.2010  Wir können immer wieder schöne Spaziergänge machen, allerdings nie länger als eine halbe Stunde, weil Pauli dann reizüberflutet wird und der
Stresspegel zu stark steigt. Wir kehren dann besser zurück. Das gibt ihm Sicherheit, die er unbedingt braucht.

03.03.2010  Wieder Spaziergang von 30 min, er ist aber noch nicht imstande, irgendein Leckerli aufzunehmen, weder aus der Hand noch vom Boden.
Ganz kurz nimmt er seinen vertrauten Ball auf und "hält sich an ihm fest". Das Vertraute gibt ihm wieder etwas Sicherheit. Er ist draußen sehr unsicher, er scheint absolut
nichts zu kennen und ist bereits durch den Anblick von Bäumen oder rauschendem Wasser völlig überfordert.

01.03.2010   Heute Erster Spaziergang !!!!  Paulis Halsband ist zu eng geworden und muss entfernt werden. Da er dabei sehr ruhig bleibt, weite ich dieses und lege es
wieder an. Vor dem Anlegen habe ich eine kurze Hausleine (1 m - ohne irgendwelche Schlaufen) eingeklickt. Dadurch habe ich ihn sofort an der Leine, ohne den Karabiner
zusätzlich benutzen zu müssen. Das wird toll akzeptiert und ich ergreife die Gelegenheit, sofort mit ihm einen Spaziergang zu machen. An die Hausleine knote ich schnell
eine 10m-Leine an und ab die Post.
Pauli stürmt nur vorwärts, nimmt mich nicht mehr wahr, HOCHSPANNUNG in ihm. Lasse ihm aber erst mal freie Bahn und versuche, keine Einschränkungen zu geben.
Mir gegenüber neutral bis nett, selbst bei einer nötigen starken Reglementierung geht er nicht in aggressive Stimmung über.
Wieder zurück, lässt er Karabiner entfernen...allerdings merkt man, dass er sehr aufgeregt dabei ist.
 Ich bin überwältigt !

17.02.2010  Pauli heute sehr spielbereit. Er lässt sich seinen Ball sogar aus der Schnauze nehmen und man kann ihm auch mit 5 Fingern über den Rücken streicheln.
Beim Maulkorbtraining auch kurzes Über-den-Kopf-Streichen möglich.

13.01.2010  Heute völlig konzentrations-unfähig. Im Tierheim lauter unkastrierte Rüden und Hochspannung. Da wir das Tierheim noch nicht verlassen können,
ist ein Training heute unmöglich.

11.01.2010  Pauli ist heute zum 1.Male in einer super Spiel-Verfassung. Er trägt von alleine seinen Ball, bringt ihn zu mir und gibt ihn gegen Leckerli-Tausch auch her.
Er wirft ihn auf den Boden , gibt ihn noch nicht in die Hand. Er macht schön "Bleib" , bis ich ihm den Ball zur Belohnung wieder zuwerfe. Dieser Ball ist für ihn sehr wichtig
und wertvoll, was ein ganz neues Verhalten an ihm zeigt. Er ist sehr aufmerksam und arbeitet wunderbar mit , fast eine ganze Stunde mit "Sitz" , "Bleib" , "Zu Mir" und
 "Schau mal her". Er beherrscht diese Kommandos und für den Erwerb seines Balles macht er jetzt alles grandios.

03.01.2010 Pauli ist heute sehr aufgeschlossen, lässt sich jetzt auch von F. und M. auf die Wiesen bringen und macht keine Attacke-Versuche. Begeisterter Ottosson-Spieler und beginnender „Dog-Dancer“ – durch die Beine laufen klappt gut.  (30 min )

17.12.2009 Heute hat Pauli wieder einen  Super-Tag. ***
Mit Hand-Target- Hilfe läuft er durch meine Beine, ich kann ihn kurz auch mit der Hand berühren und er gibt sogar „5“ und Pfote.

15.12.2009 Pauli arbeitet begeistert am Ottosson Dog Twister, sowie Hand- und Target-Stab...(30 min) ,  gut konzentriert heute .

30.11.2009 Pauli ebenso interessiert wie distanzlos, ständiges Anspringen....Auszeiten !  3 x 1 Minute....insgesamt nur 15 min Arbeit möglich, er dreht viel zu hoch...zu riskant

27.11.2009 Pauli freut sich sehr, als ich komme, rennt aber dann erst mal wieder das Gelände ab, ohne mich zu beachten....Stress pur, dann aber wieder interessiertes Arbeiten, allerdings heute nicht so konzentriert. Bei Maulkorb mit Streicheln schnell überfordert, es sind nur2 Sequenzen mit 20  / 15  Minuten mit längerer Pause möglich.

26.11.2009 Wie am 23.11.2009, nur nicht ganz so konzentriert, aber dennoch sehr intensiv Blickkontakt suchend. 
Test:
Ein Mann wird an den Zaun gestellt, von Pauli massiv verbellt, kann aber abgerufen werden.Beim 2. Mal lässt Pauli sich vorher abrufen,
bevor er am Zaun ist und bellt.
 Bin sehr zufrieden !

23.11.2009 Pauli fordert mich zum ersten Mal aktiv zum Spielen auf.
Sehr konzentriertes Ottosson Dog Brick und Klettern auf der Lok nach Handführung. Bleibt auch lange im Maulkorb und lässt sich dabei den Kopf streicheln – in Ruhe!!!
„Sitz“ mehrfach, „Schau mal her“ sehr schön...Wieder mal ein Riesen-Fortschritt!!!!

20.11.2009 Anfänglich extrem abgelenkt, dann doch wieder schönes „Schau“ und sogar „Sitz“!
Maulkorb wird inzwischen mit großer Ruhe akzeptiert – Riemen überlegen, Kopf streicheln ohne Abwehrreaktion.
Erste Akzeptanz von Ottosson Dog Brick (Ottosson-Spiele sind Holz-Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiele )!!!   30 Minuten
siehe auch unter
 DOG-TRICKS

17.11.2009 Pauli war heute sehr konzentriert für seine Verhältnisse, Kreislaufen nur mäßig, dafür Kletterübungen an der Lok, sehr schön!Target wenig Interesse – 3 x (beim Rausholen aus der Tasche deutlich skeptisch)    Mein mitgebrachter Fotoapparat irritiert ihn nicht.
Draußen nicht bereit zu sitzen (alles matschig, verständlich) fast eine Stunde ohne größere Pausen – sehr schön „Schau“, auch vorbeilaufende Personen nur neugierig beäugt
ohne an die Gitter zu rennen. Wenn ich mich vor den Zaun hinhocke, auch wenn ich ihn nicht angucke, dann deutliche Irritation bis Abschnappen .

10.11.2009 Schneller Trainings- Abbruch.  Lautstärke im TH katastrophal, überall nur unkastrierte Rüden, die sich gegenseitig durch die Gitter anfegen – keine Ruhe! 
Nur15 Minuten 

08.11.2009 Heute so konzentriert wie noch nie, klebt förmlich an mir „Lass uns was machen“, trägt seinen Maulkorb selbst her, will unbedingt Leckerli daraus.
Für Leckerlies auch Kletterübung auf Holzblock. Ein sehr schönes „schau mal her“ stoppt ihn vor Attacke gegen Sozialarbeiter am Zaun und lässt ihn umkehren.
PRIMA !!!  
Heute auch wieder schönes „Sitz“ . Maulkorb wieder einmal geschlossen, Pauli wird dann aber schnell nervös.

04.11.2009 Pauli ist völlig abwesend, nimmt mich überhaupt nicht wahr; keine Chance für Zusammenarbeit – nur rennen – rennen – rennen
Pauli hat starke Durchfälle...Trainingsabbruch

02.11.2009 Pauli ist heute sehr nervös, Schnüffeln ist wichtiger, nimmt anfangs nichts wahr – Pause
Später dann doch schönes „Schau mal her“;  kein „Sitz“ möglich (zu nass ???)
Dafür 1. Freilauf im vorderen Hof unter Mitwirkung von 2 freiwilligen Helfern (Bianca / Florian / ich). Wir sitzen in der Hütte bei geöffneter Tür beim Kaffee – nach anfänglichem Herumrennen  und Schnüffeln doch kurzes Interesse für uns. Aber eher scheu als aggressiv.
Wollte dann nicht wieder zurück in die Ausläufe. Wen wundert’s?

30.10.2009  Sehr guter Fortschritt !
Pauli hat mich tatsächlich 45 Minuten in seinem Auslauf akzeptiert und die meiste Zeit super mit gearbeitet. Sehr nervös, aber frei von Aggression das Training akzeptiert.

-      Sehr interessiert, neugierig, zum Teil Angst vor dem eigenen Mut – aber das wird!                 ***TOLLER TAG***

22.10.2009 Pauli arbeitet fleißig mit, sofern die Ablenkung nicht zu groß ist – dann stereotype Abläufe wie: am Gitter laufen, im Kreis traben.
Er muss sich irgendwie Luft machen.
Dann kommt er aber wieder, um mitzumachen.

-      Maulkorb: Zumachen heute nicht; dafür aber erstes ganz kurzes Berühren am Kopf möglich, während er sein Leckerli raus holt.

-      Target-Training: Zunächst massive Angst (wieder Rennen … weglaufen/ Übersprunghandlungen wie Bellen am Zaun…)

Dann Interesse an dem im Gitter fixierten Target – positiv bestärkt – später auch aus der Hand mit beweglichem Target, aber immer noch mit Spannung (Angst)

VERMUTUNG: Massive Bedrohungen oder auch Schläge mit Stöcken.

-      Sitz Kommando ausgedehnt auf Auflösen.
Immer noch sehr hyperaktiv

19.10.2009 Sitz-Kommando auch ohne Clicker schon sehr gut – manchmal noch etwas abgelenkt.
Maulkorb-Training: Maulkorb konnte geschlossen und nach ca. 5 sec wieder abgenommen werden

-      Problemlos !!! Allerdings kein 2.mal möglich

-      Es wurde noch einmal ohne Zumachen angeboten, damit keine schlechte Verknüpfung damit verbunden wird.

14.9.09 Beginn Maulkorb-Training: Leckerlies aus dem Korb, Leberwurst mit kurzem  Über-den-Hals-Legen des Riemens – arbeitet schön mit
         30 min Arbeit gut möglich !!! Kurze Pause, ca. 10 Minuten, danach sogar „Sitz“ mit Auflösen geschafft. 
Prima Fortschritte!!

10.9.09  Sitz-Kommando bei gleichzeitigem Öffnen der Zwingertür wird akzeptiert, nach wenigen Versuchen ist sogar eine Leckerligabe aus der Hand möglich.

5.9.09  "Sitz" - Kommando mit Clicker durch das Gitter erarbeitet...klappt ziemlich gut.

September 2009 Ab Ende August kurzes Sitzen vor dem Zwinger, nach wenigen Minuten keine Chance mehr.....er zeigt massive Drohgebärden und ich zeige ihm, dass ich ihn verstehe und verlasse den Stuhl.
Arbeit z.Zt. nur über Clicker durchs Gitter...Belohnt wird ruhiger Blickkontakt...sobald ich Stimme einsetze, Beschwichtigung oder Drohen...der Clicker ist ein für ihn neutrales Geräusch, das er gerne akzeptieren kann.

August 2009 Pauli versucht, in die Gitter zu beissen und droht massiv bereits beim Vorbeigen am Zwinger.
Erste Versuche der Kontaktaufnahme bis September beschränken sich auf Vorbeigehen am Zwinger mit Nennung seines Namens (Hallo Pauli !! ) ohne Stehenbleiben und Schauen und gleichzeitiger Leckerli-Gabe durch Werfen in den Zwinger.
Er fährt deutlich herunter, weil er sich dadurch weniger bedroht fühlt und nach und nach eine positivere Erwartungshaltung bekommt.

 

6.8.2009   Einlieferung erfolgte über Hundeführer der Polizei (Amtsveterinär)...Zwangseinweisung; Transport auf offenem Pick-up in einer Box.
Pauli verläßt über 48 Stunden seine Transportbox nicht, muss wegen seiner Wehrhaftigkeit erst durch Tierarzt sediert werden, was nur unzureichend funktioniert, da der Stresspegel so hoch ist und die Sedierung (Beruhigung) deshalb nur unzureichend wirkt.
Der Hund ist massiv verstört und schnappt und knurrt nur. Jede Person in Sichtweite wird massiv bedroht...Pauli kommt nicht zur Ruhe. Da er völlig abwesend scheint und in keiner Form auf seinen Namen reagiert, aber auch nicht handlebar ist, kann er zunächst nur in einem kleinen Areal frei laufen, das für ihn dauerhaft reserviert werden kann. Dort massive Im-Kreis-Laufen-Stereotypien und ebenso Hin-und Herlaufen am Gitter. Starke Durchfälle... sehr ausgehungert...